Indonesien


Indonesien
In|do|ne|si|en; -s:
Inselstaat in Südostasien.

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Indonesi|en,
 
 
 
Fläche: 1 919 317 km2
 
Einwohner: (2000) 212,56 Mio.
 
Hauptstadt: Jakarta
 
Amtssprache: Bahasa Indonesia
 
 
Währung: 1 Rupiah (Rp.) = 100 Sen (S)
 
Zeitzone: 1800 Jakarta = 1200 MEZ
 
amtlich Bahasa Indonesia Republịk Indonẹsia, deutsch Republik Indonesien, Inselstaat in Südostasien, umfasst den Hauptteil des Malaiischen Archipels mit den Großen Sundainseln Borneo (Kalimantan; ohne den Nordwesten), Sumatra, Java (Jawa) und Celebes (Sulawesi), den Kleinen Sundainseln (Bali, Lombok, Sumbawa, Flores, Sumba, Alorinseln, Roti, Timor), den Molukken (Morotai, Halmahera, Ternate, Tidore, Bacaninseln, Obi, Sulainseln, Buru, Ambon, Ceram, Kaiinseln, Tanimbarinseln, Aruinseln) sowie Irian Jaya, den Westteil Neuguineas, zwischen etwa 6º nördliche Breite und 11º südliche Breite (rd. 1 875 km) sowie 95º und 141º östliche Länge (rd. 5 100 km), insgesamt 13 677 Inseln (bewohnt: 6 044), 1 919 317 km2 (Landfläche; Territorialgewässer: 3 272 160 km2), (2000) 212,56 Mio. Einwohner; Hauptstadt ist Jakarta; Amtssprache: Bahasa Indonesia; Währung: 1 Rupiah (Rp.) = 100 Sen (S). In Indonesien gibt es drei Zeitzonen, für Sumatra, Java und Bali gilt: 1800 = 1200 MEZ, für Borneo, Celebes und die Kleinen Sundainseln von Lombok bis Timor: 1900 = 1200 MEZ, für die Molukken und Irian Jaya: 2000 = 1200 MEZ.
 
 Staat und Recht:
 
 
Indonesien ist eine präsidiale Republik mit unitarischem Charakter. Nach drei provisorischen Verfassungen (1945, Februar und August 1950) wurde durch Dekret des Präsidenten vom 5. 8. 1959 die Verfassung von 1945 wieder in Kraft gesetzt; diese wurde 1969 ergänzt und durch die Beratende Volksversammlung als endgültige Verfassung proklamiert. Sie verwirft jede Form des Kolonialismus, bekennt sich u. a. zur Volkssouveränität, zum Glauben an einen höchsten Gott, zur Einheit Indonesiens, zur sozialen Gerechtigkeit und zur Humanität.
 
Höchstes Staatsorgan ist die Beratende Volksversammlung (Majelis Permusyawaratan Rakyat, MPR), deren 1 000 Mitglieder sich aus den Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie 500 vom Präsidenten ernannten Vertretern der Provinz, der politischen Organisationen und der Streitkräfte zusammensetzen. Die Versammlung bestimmt die Richtlinien der Politik; ferner wählt sie aus ihrer Mitte den Präsidenten und seinen Stellvertreter. Staatsoberhaupt, Oberbefehlshaber der Streitkräfte und oberster Inhaber der Exekutivgewalt (Regierungschef) ist der auf fünf Jahre gewählte Präsident (Wiederwahl zulässig). Die Mitglieder seines Kabinetts sind allein ihm verantwortlich. Als Konsultativorgan steht ihm der Oberste Beratende Rat (Dewan Pertimbangan Agung, DPA) zur Seite. Die Legislative liegt beim Repräsentantenhaus (Dewan Perwakilan Rakyat, DPR); von den 500 Abgeordneten werden 100 (darunter 75 Militärs) vom Präsidenten ernannt, die übrigen direkt vom Volk gewählt (Legislaturperiode fünf Jahre). Dem Präsidenten steht ein Vetorecht gegen Gesetze zu. Im Falle des Notstands kann er Verordnungen mit Gesetzeskraft erlassen, die vom Parlament zurückgenommen werden können.
 
Parteien:
 
Aufgrund eines Präsidialerlasses von 1960 kann der Präsident Parteien, deren politische Linie seiner Einschätzung gemäß dem Wohl des Staates zuwiderläuft oder die nicht wenigstens in einem Viertel des Staatsgebietes organisatorisch präsent sind, auflösen. So ist die Partai Kominis Indonesia (PKI; deutsch Kommunistische Partei Indonesiens ; gegründet 1920) seit ihrem gescheiterten Putsch (1965) verboten. Derzeit sind drei Parteien zugelassen: die Golongan Karya (auch Golkar; deutsch Funktionelle Gruppen; gegründet 1964; reorganisiert 1971), die Partai Persatuan Pembangunan (PPP; deutsch Vereinigte Entwicklungspartei; gegründet 1973 als Zusammenschluss islamisch orientierter Parteien) und die Partai Demokrasi Indonesia (PDI; deutsch Demokratische Partei Indonesiens; gegründet 1973 als Vereinigung nationalistischer und christlicher Parteien). Der PPP gehört u. a. die traditionsreiche Nahdatul Ulama (NU; deutsch Partei der Religionslehrer) an, der PDI u. a. die Partai Nasionalis Indonesia (PNI; deutsch Nationale Partei Indonesiens; gegründet 1927).
 
 
Das Wappen (seit 1950) zeigt vor einem goldenen Adler (Garuda) einen gevierteten Schild mit Herzschild. Die vier Schildfelder zeigen den Kopf eines Banteng (asiatisches Stirnrind), einen Beringinbaum (Form des Indischen Feigenbaums), Reisähre und Baumwollzweig sowie eine goldene Kette. Die verstärkte Schildteilungslinie symbolisiert den Äquator. In den Fängen des Adlers Spruchband mit der Inschrift »Bhinneka tunggal ika« (»Einheit in der Vielfalt«).
 
Nationalfeiertage:
 
Nationalfeiertag ist der 17. 8., der an die Proklamation der Unabhängigkeit 1945 erinnert.
 
 
Das Land ist in 23 Provinzen und drei Sonderbezirke gegliedert. An der Spitze der Provinz steht jeweils ein vom Präsidenten ernannter Gouverneur.
 
 
Gesetzbücher und Verordnungen aus der niederländischen Kolonialzeit und regionale Gewohnheitsrechte (Adatrechte) prägen das pluralistische indonesische Recht. Beispiele eigenständiger neuerer Gesetzgebungsakte sind das Agrarrecht (1960), Urheber-, Patent- und Markenrecht (zuletzt geändert 1992), Investitionsrecht (1994), Bank- und Kapitalmarktrecht (zuletzt geändert 1995), Gesellschaftsrecht (1995) und Grundpfandrecht (1996). Das Ehe- und Kindschaftsgesetz (1974) steht im Spannungsverhältnis von religiösem und Gewohnheitsrecht. Von Bedeutung sind jedoch nach wie vor die kolonialen bürgerlich-rechtlichen und handelsrechtlichen Kodifikationen, deren Anwendbarkeit zum Teil davon abhängt, welcher Bevölkerungsgruppe die Beteiligten angehören. Adatrecht bestimmt v. a. die Erbfolge. - Das Gerichtsverfassungsgesetz von 1970 unterscheidet ordentliche, religiöse, Verwaltungs- und Militärgerichte. Der ordentliche Gerichtsaufbau ist dreistufig. Oberstes Appellationsgericht ist der Oberste Gerichtshof, dem Obergerichte (in den größten Städten) und Distriktgerichte nachgeordnet sind. Die religiösen Gerichte entscheiden Streitigkeiten des islamischen Familienrechts. Seit 1915 gilt ein einheitliches Strafgesetzbuch, später ergänzt durch weitere Strafgesetze. Die Strafprozessordnung stammt von 1981.
 
 
Die Gesamtstärke der Wehrpflichtarmee (Dienstzeit 24 Monate; die Jahrgänge werden nur teilweise einberufen) beträgt 271 000, die der paramilitärischen Kräfte (Miliz u. a.) 1,5 Mio. Mann. Den Kern des Heeres (203 000 Soldaten) bildet das »Strategische Reservekommando« mit 4 Infanterie- und 3 Fallschirmjägerbrigaden, einer gepanzerten Brigade, einer Kommandobrigade, einem Luftverteidigungsregiment sowie je 2 Artillerie- und Pionierregimentern. Hinzu kommen auf 10 Regionalkommandos verteilte Kräfte: 60 Infanterie-, 10 Panzer-, 9 Flugabwehr-, 8 Aufklärungs- und 8 Pionierbataillone. Die Luftwaffe hat 25 000, die Marine 43 000 Mann. Die Ausrüstung umfasst im Wesentlichen etwa 150 leichte Panzer (überwiegend AMX-13), rd. 70 Kampfflugzeuge (u. a. je 12 F-16 und F-5), 16 Fregatten, 2 U-Boote sowie rd. 40 Kleine Kampfschiffe. Aus Beständen der Volksmarine der ehemaligen DDR lieferte Deutschland an Indonesien 39 Einheiten (16 Korvetten, 14 Landungsboote/Gefechtsversorger, 9 Minensuchboote). - Etwa 6 % der Staatsausgaben werden für die Verteidigung verwendet.
 
 Landesnatur und Bevölkerung:
 
 
Um die älteste Festlandmasse, den Kern der zur eurasischen Platte gehörenden Sundaplatte (die zum Teil als Kontinentalsockel, genannt Sundaschelf, vorliegt), ordnen sich mehrere Gebirgsgirlanden, die nach Erkenntnissen der Plattentektonik besonders seit dem Mesozoikum als magmatische Bögen an diese Sundaplatte - im Osten an die Australische oder Sahulplatte - angefaltet wurden. Die im Kern aus kristallinen Gesteinen sowie Sand- und Kalksteinschichten des oberen Mesozoikums und des Tertiärs bestehenden Inseln werden mit Ausnahme von Borneo jedoch v. a. durch ihren aktiven Vulkanismus, verbunden mit starker Erdbebentätigkeit, gekennzeichnet: Die Lage an der durch einen südlich vorgesetzten Tiefseegraben (Sundagraben) markierten Grenze zur indisch-australischen sowie zur Philippinenplatte bewirkt eine hohe tektonische Labilität. Unter einigen Hundert gibt es 72 junge Vulkane, für die seit 1600 ein Ausbruch verzeichnet wurde. Sie bilden die längste geschlossene Vulkanreihe der Erde (katastrophale Ausbrüche u. a. des Krakatau 1883, Merapi 1930, Batur 1963, Kelud 1965). Überwiegend handelt es sich um Stratovulkane, deren Kegel nicht selten weit über 3 000 m zum Teil unvermittelt, wie z. B. in Ostjava, aus dem Tiefland aufsteigen. Der höchste ist der Kerinci auf Sumatra mit 3 805 m über dem Meeresspiegel. Die höchste Erhebung Indonesiens wird im vergletscherten Zentralgebirge Neuguineas (in Irian Jaya), im Gunung Jaya mit 5 033 m über dem Meeresspiegel erreicht. Als drittes geomorphologisches Großelement sind die riesigen Schwemmlandebenen von Ostsumatra, Süd-Borneo und Nordjava auszugliedern, die dem in nur 100-200 m unter dem Meeresspiegel gelegenen Sundaschelf auflagern.
 
 
Tropisch-immerfeuchtes Klima herrscht auf Sumatra, dem westlichen Drittel Javas, Borneo, Celebes, den Molukken und in Irian Jaya. Die zu allen Jahreszeiten fallenden Regen erreichen Jahressummen von 3 000-4 000 mm, in den Gebirgen teilweise bis über 6 000 mm. In den Küstenregionen liegt die mittlere Jahrestemperatur bei 27 ºC. Die relative Luftfeuchtigkeit beträgt im Mittel 85-90 %. Das mittlere und östliche Java und die Kleinen Sundainseln sowie das Gebiet bis zu den Aruinseln stehen unter dem Einfluss des südlichen tropisch-monsunalen Klimas mit einer feucht-schwülen Regenzeit, einer Nachmonsunzeit und einer heißen Trockenzeit (meist August und September). Im Jahr erhalten diese Landesteile 2 000 bis 3 000 mm Niederschlag, wobei sich in Luv- und Leelagen der Gebirge größere regionale Unterschiede einstellen. Die monatliche Temperaturmittel zeigen, wie im übrigen Indonesien, nur Schwankungen zwischen 26,5 und 27,5 ºC. In den Gebirgen nimmt die Temperatur mit zunehmender Höhe rasch ab.
 
 
Noch immer gilt Indonesien als Waldland, weil nur rd. 15 % der Landfläche besiedelt sind und landwirtschaftlich genutzt werden. Der Holzeinschlag hat während der letzten 20 Jahre jedoch derart zugenommen, dass der ursprünglich dominierende tropische Regenwald regional schon ganz verschwunden ist (Java) oder weitgehend zurückgedrängt wurde. Die nach der Entwaldung angestrebte Nutzung der Flächen (zu Aufforstungen, agrarische Nutzung oder Besiedlung im Rahmen der staatlichen Umsiedlungen) wurde nicht erreicht, sodass hier oft wertlose, kaum noch zu nutzende Alang-Alang-Grasfluren vorherrschen.
 
In höheren Lagen gehen die Regenwälder in Nebelwälder über. In den Tiefebenen Ostsumatras sowie Süd- und West-Borneos sind auch ausgedehnte Moor- und Süßwassersumpfwälder (mit Sagopalmen) verbreitet, an der Küste selbst oft Mangrove. Für die Gebiete mit längeren Trockenzeiten sind Monsunwälder mit Teakbäumen, also mit Laub abwerfenden Arten bestimmend.
 
Die besten Böden haben sich aus den vulkanischen Ablagerungen entwickelt, weil durch sich wiederholende Aschenregen ihre Fruchtbarkeit erhalten bleibt, die sonst bei den tropischen Niederschlagsverhältnissen durch Auswaschung schnell nachlässt. Die Dichte der ländlichen Bevölkerung erreicht dort bis zu 2 000 Einwohner/km2.
 
 
Die Bevölkerung ist durch ethnische (rd. 360 Ethnien) und kulturelle Vielfalt gekennzeichnet. Zu den alteingesessenen Bevölkerungsgruppen kommen als größte Minderheit etwa 4 Mio. Chinesen, die in vielen Wirtschaftszweigen eine beherrschende Stellung einnehmen und v. a. in den Städten wohnen. Außer der offiziellen Landessprache existieren mehr als 250 Regionalsprachen und mehrere Hundert Dialekte (überwiegend zu den indonesischen oder westmalaiopolynesischen Sprachen gehörend). Das starke Bevölkerungswachstum (durchschnittlich jährlich rd. 1,6 %) beruht auf einer hohen Geburtenrate (bisher wenig Geburtenkontrolle), verbunden mit Verbesserung der medizinischen Versorgung und der hygienischen Verhältnisse. 1994 lebten 60 % der Gesamtbevölkerung auf Java und Madura, die zusammen nicht einmal 7 % der Staatsfläche einnehmen, in Irian Jaya, auf das 23,3 % der Staatsfläche entfallen, nur 1 %. Der starke Bevölkerungsdruck auf Java führte bereits seit 1905 zu staatlich gelenkten Umsiedlungen auf die benachbarten Inseln; insgesamt wurden 1905-73 über 800 000 Personen umgesiedelt (Transmigrasi), 1979-86 etwa 4,5 Mio. Die Bevölkerungsdichte auf Java (einschließlich Madura) liegt heute bei 1 116 Einwohner/km2. 1995 lebten 35 % der Bevölkerung in Städten.
 
 
Ausgehend vom Verfassungs-Grundsatz des Glaubens an einen höchsten Gott (die »All-Eine Gottheit«), garantiert der Staat das Recht auf freie Religionsausübung. Staatliche Anerkennung als Religionsgemeinschaften genießen der sunnitische Islam, das Christentum katholischer und protestantischer Konfession, der Hinduismus und der Buddhismus. Die gesetzlichen Feiertage umfassen islamische, christliche, hinduistische und buddhistische Feiertage. - Die größte Religionsgemeinschaft ist der Islam, zu dem sich über 87 % der Bevölkerung bekennen. Mit rd. 170 Mio. Muslimen (mehrheitlich Sunniten der schafiitischen Rechtsschule) ist Indonesien das Land mit der zahlenmäßig größten muslimischen Bevölkerung der Welt. Eine besondere Form des Islam, die Elemente der traditionellen javanischen Mystik in sich aufgenommen hat, wird von der Mehrheit der Bevölkerung Javas vertreten. Zum Christentum bekennen sich rd. 9,6 % der Bevölkerung; 3,1 % gehören der katholischen Kirche an, 6,5 % zahlreichen protestantischen Kirchen und Gemeinschaften. Größte protestantische Kirche ist die »Christlich-Protestantische Batak-Kirche« (2,5 Mio. Mitglieder). Die Region mit dem höchsten christlichen Bevölkerungsanteil (rd. 85 %, besonders Katholiken) ist Ost-Timor. Etwa 1,8 % der Bevölkerung sind Hindus (in Bali rd. 90 %), rd. 1 % Buddhisten. Der Buddhismus (Theravada und Mahayana) ist, neben dem Konfuzianismus, fast ausschließlich unter der chinesischen Minderheit verbreitet. - Die traditionellen Stammesreligionen haben sich v. a. unter den Batak erhalten.
 
 
Es besteht seit 1987 ab dem siebten Lebensjahr sechsjährige Schulpflicht. Bis zum Alter von fünf Jahren kann eine Kinderkrippe besucht werden, mit sechs Jahren ein Kindergarten. Die Volksschule umfasst sechs Jahre, der Sekundarbereich je drei Jahre Mittel- und Oberschule, daran können sich drei bis fünf Jahre Hochschule anschließen. Die Analphabetenquote beträgt 16,8 %.Von islamischen Religionsschulen abgesehen, wird das Bildungswesen weitestgehend vom Erziehungsministerium der Zentralregierung verwaltet. Es gibt rd. 50 staatliche Universitäten (darunter lehrerbildende Anstalten, technische Hochschulen und zahlreiche polytechnische Hochschulen), einige islamische Universitäten sowie private Einrichtungen (Universitäten, Akademien, Institute).
 
 
Presse: Der Berichterstattung in den Medien sind von der Regierung Grenzen gesetzt, was sich auch nach offizieller Lockerung der Zensur nicht wesentlich geändert hat. Zu den verbreitetsten Tageszeitungen gehören »Kompas«, »Pos Kota«, »Berita Buana« (alle Jakarta) und »Sinar Indonesia Baru« (Medan). - Staatliche Nachrichtenagentur ist die »Antara« (gegründet 1937), Sitz: Jakarta. Privat ist die »Kantorberita Nasional Indonesia - KNI« (gegründet 1966), Sitz: Jakarta. - Rundfunk: Dem Rundfunk kommt eine wesentlich größere Bedeutung zu als der Presse. Die staatliche Rundfunkgesellschaft »Radio Republik Indonesia - RRI« (gegründet 1945, Sitz: Jakarta) verbreitet im Inlandsdienst landesweite Programme über rd. 50 Stationen, im Auslandsdienst (»Voice of Indonesia«) Programme in zehn Sprachen, u. a. in Englisch und Deutsch. Daneben gibt es eine Vielzahl kommerzieller Rundfunkunternehmen. Die staatliche Stiftung »Jayasan Televisi Republik Indonesia - TVRI« mit einem Zentralstudio in Jakarta und Regionalstudios sendet ein landesweites Programm und Regionalprogramme sowohl terrestrisch als auch über Satelliten. Seit 1989 senden auch kommerzielle Stationen.
 
 Wirtschaft und Verkehr:
 
 
Indonesien ist, trotz seiner für die landwirtschaftliche Produktion günstigen natürlichen Bedingungen sowie seiner reichen Rohstoffvorkommen, gemessen an seinem Pro-Kopf-Einkommen von (1995) 980 US-$ ein relativ armes Entwicklungsland. Hauptziel staatlicher Wirtschaftspolitik ist die Exportförderung von Produkten aus dem Nichterdölsektor. Ein rasches Wirtschaftswachstum (1991-95: jährliches Wachstum des Bruttoinlandprodukts, Abkürzung BIP, um jährlich 8 %) macht den Ausbau der Infrastruktur (Energieversorgung, Telekommunikation, Transportwesen) notwendig. Die durchschnittliche jährliche Inflationsrate lag 1985-95 bei 9 %. Der Schuldendienst für (1994) 96,5 Mrd. US-$ Auslandsschulden beanspruchte 32,4 % der Exporterlöse.
 
 
1994 arbeiteten etwa 50 % der Erwerbstätigen im Agrarbereich; sie erwirtschafteten 17 % des BIP, das 1986 im Landwirtschaftsbereich noch 26 % betrug. Das Klima begünstigt die Landwirtschaft in einigen Landesteilen außerordentlich. So ist die Insel Java mit ihren fruchtbaren Böden eine der am dichtesten besiedelten Regionen der Erde. Hier und auf Bali sind drei Ernten in zwei Jahren möglich. Wichtigstes Anbauprodukt ist Reis (1994: 46,2 Mio. t). War Indonesien Anfang der 1980er-Jahre bei Reis noch weltweit das wichtigste Importland, so konnte seither in manchen Jahren sogar Reis exportiert werden. Auch bei Zuckerrohr sind die Erntemengen stark angestiegen (Rohzuckererzeugung 1994: 2,46 Mio. t). Bei Kautschuk liegt das Land mit einem Jahresertrag von 1,3 Mio. t hinter Thailand weltweit an zweiter Stelle (23 % der Weltproduktion), bei Kopra mit 1,2 Mio. t (38 % der Welterzeugung) hinter den Philippinen ebenfalls auf dem zweiten Platz. Zudem ist Indonesien drittgrößter Kaffeeproduzent (0,28 Mio. t) und zweitgrößter Erzeuger von Palmkernen und -öl (0,83 beziehungsweise 3,89 Mio. t). Für die einheimische Versorgung sind neben Reis noch Maniok, Mais und Gemüse besonders wichtig. Dagegen ist die Viehhaltung relativ unbedeutend.
 
 
Gegenwärtig sind noch etwa 60 % des Landes mit tropischem Regenwald bedeckt. In den letzten Jahren nahm der Waldbestand durch extensiven Kahlschlag für die Brennholzgewinnung und durch verheerende Waldbrände stark ab, was einen schwerwiegenden Eingriff in das ökologische Gleichgewicht des tropischen Regenwaldes darstellt. Aufgrund sinkender Nachfrage und Exportrestriktionen bei unbearbeitetem Holz gingen die Exporteinnahmen zurück. Jedoch nimmt die Produktion von Sperrholz u. a. bearbeitetem Holz zu. 1993 lag der Einschlag von Rundholz für Bearbeitungszwecke bei 39 Mio. m3.
 
 
Obwohl die Fischerei nur einen Anteil von 1 % am BSP aufweist, ist sie für die Versorgung der Bevölkerung von großer Bedeutung. Im Jahr 1993 wurden 3,6 Mio. t Fisch gefangen.
 
 
Der wichtigste mineralische Rohstoff des OPEC-Mitglieds Indonesien ist Erdöl. Die Fördermenge betrug 1995 75,9 Mio. t (2,3 % der Weltproduktion). Hauptfördergebiete sind Sumatra, Borneo und Irian Jaya. Annähernd ein Drittel der Erdölproduktion stammt aus Offshorevorkommen. Auf Sumatra verbinden Pipelines die Erdölfelder mit den Häfen und den Raffinerien von Palembang. Das geförderte Erdgas (1995: 58 Mrd. m3, das sind 2,7 % der Weltproduktion) wird größtenteils in Flüssiggas umgewandelt. Bei Zinn (Abbau auf Bangka und Belitung) nimmt Indonesien nach China mit einer Fördermenge von (1994) 31 000 t Erzgehalt (18 % der Weltproduktion) weltweit den zweiten Platz ein. 1972 wurde in Irian Jaya mit dem Abbau von Kupfererzen begonnen (Fördermenge 1994: 0,33 Mio. t Erzgehalt). Zudem ist Indonesien weltweit der viertgrößte Nickelproduzent (1993: 66 000 t). Weitere Bergbauprodukte sind Bauxit, Kohle, Gold und Silber.
 
 
Im sekundären Sektor arbeiten (1993) 15 % der Erwerbstätigen. Der Anteil am BIP liegt (1994) bei 41 %, wobei ein Drittel auf den Bergbau entfällt. Eine wirtschaftlich überragende Bedeutung haben Erdöl- und Erdgasindustrie. Das verarbeitende Gewerbe hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt; v. a. Japan und die USA haben in erheblichem Umfang in Industrieprojekte investiert. Führend ist die Nahrungs- und Genussmittelindustrie vor der Textilindustrie. Es folgen die Holz- und Tabak- sowie die chemische Industrie; die Betriebe konzentrieren sich auf die Räume Jakarta, Surabaya, Bandung und Medan. Große Bedeutung kommt dem Industriekomplex im Gebiet Cilegon-Anyer-Merak, rd. 115 km westlich von Jakarta, zu (u. a. Eisen- und Stahlproduktion). Neben der Industrie besteht ein zahlenmäßig sehr umfangreiches Kleingewerbe. Außer der weit verbreiteten Weberei und Färberei (Batik- und Ikattechnik) sind Flechterei, Holzschnitzerei, Malerei, Lederverarbeitung, Gold- und Silberschmiedekunst, Keramikherstellung und Tischlerei besonders entwickelte Zweige des Kunsthandwerks.
 
 
Mit seiner reichen kulturellen Vergangenheit, der Vielzahl religiöser Feste und Tanzveranstaltungen und den vielfältigen Naturschönheiten kommt dem Tourismus im Rahmen der Gesamtwirtschaft eine zunehmende Bedeutung zu. Hauptziele der ausländischen Touristen sind neben Jakarta und der Insel Bali die zahlreichen buddhistischen und hinduistischen Tempelkomplexe auf Java sowie der Strand von Pelabuhanratu in Südwestjava. 1994 besuchten 3,91 Mio. ausländische Gäste Indonesien, v. a. aus Australien, Japan und den USA. Die Einnahmen im Tourismussektor stiegen bis 1994 auf 4 Mrd. US-$.
 
 
Die Außenhandelsbilanz ist seit 1970 durchweg positiv (1995: Einfuhr 40 Mrd. US-$; Ausfuhr: 43 Mrd. US-$). Beim Export dominieren Erdöl und Erdgas (Anteil an der Gesamtausfuhr: 26 %), Rohstoffe wie z. B. Kautschuk und Zinn (13 %), Textilien (13 %) und sonstige Konsumgüter (12 %). 1985 lag der Anteil der Brennstoffe an der Gesamteinfuhr noch bei 68 %. Wichtigste Einfuhrgüter waren 1995 Rohstoffe und Halbfertigerzeugnisse (73 %), Maschinen und Transportmittel (21 %) sowie Konsumgüter (6 %). Zu den wichtigsten Handelspartnern zählten 1995 Japan (wertmäßig 25 % des Außenhandelsumsatzes), die USA, Singapur und Deutschland.
 
Verkehr:
 
Die mangelhafte Verkehrserschließung ist eine der größten Infrastrukturschwächen. Der Eisenbahnverkehr beschränkt sich auf Java (Streckenlänge 1992: 4 967 km) und Sumatra (1 491 km). Das Straßennetz (137 000 km asphaltierte Straßen) ist ebenfalls auf Java am dichtesten. Auch einzelne Teile von Bali, Bangka und Sumatra sind verkehrsmäßig ausreichend erschlossen. In weiten Teilen von Borneo, Celebes und in den Tiefländern Sumatras sind Flüsse noch immer die wichtigsten, traditionellen Verkehrsträger. Für Indonesiens Inselwelt ist die Seeschifffahrt das wichtigste Bindeglied. Der motorisierte Verkehr konzentriert sich auf die großen Städte. In den Städten ist das verbreitetste Verkehrsmittel nach wie vor die Rikscha. Im Überlandverkehr dominiert der Busverkehr gegenüber der Eisenbahn. Nahezu drei Viertel des Binnengüterverkehrs bewältigt die interinsulare Schifffahrt. Zwischen einigen Inseln bestehen regelmäßige Fährverbindungen. 16 der mehr als 300 Häfen sind für die Hochseeschifffahrt ausgebaut. Wichtigster Hafen ist der von Jakarta (Tanjung Priok) vor den Häfen von Surabaya, Semarang, Belawan Panjang, Palembang und Ujung Pandang. Allerdings werden 40 % des internationalen Seeverkehrs mit Indonesien über Singapur abgewickelt, das verkehrsgünstiger liegt. Der Flugverkehr hat seit 1970 kontinuierlich zugenommen. Der wichtigste der zehn internationalen Flughäfen, Sukarno Hatta Airport, liegt nahe der Hauptstadt. Der Binnenflugverkehr erreicht alle wichtigen Orte des indonesischen Archipels.
 
 
Die ältesten Zeugnisse menschlichen Lebens in Indonesien sind die Skelettfunde von Trinil, Sangiran und Mojokerto auf Java, die der Art Homo erectus zugeordnet werden, die E. Dubois 1890/91 (nach den Funden von Trinil) als »Pithecanthropus« bezeichnete. Dieser Frühmensch wird mit der nach Funden bei Pactan benannten altsteinzeitlichen Kultur in Verbindung gebracht. Bei Ngandong auf Mitteljava wurden 1931-33 elf Schädel des dem Neandertaltypus morphologisch nahe stehenden Solomenschen ausgegraben. Altsteinzeitliche Kulturreste auf Sumatra, Borneo und Celebes lassen siedlungsgeschichtliche Zusammenhänge mit Hinterindien erkennen, mit dem Indonesien in der Würm-Eiszeit durch eine Landbrücke verbunden war. Aus dem Jungpaläolithikum stammen die 1889 bei Wajak auf Mitteljava entdeckten menschliche Skelettreste von australidem Typus. Dieser Schicht folgten auf Java melaneside Menschengruppen, die bei Sampang mittelsteinzeitliche Kulturreste hinterlassen haben.
 
In der Jungsteinzeit wanderten weddide Menschengruppen in Indonesien ein. Die Steingeräte (Rechteck- und Schulterbeile) haben ihre Vorform in Hinterindien. Bemerkenswert ist das Vorkommen von Steinschlägeln (zur Herstellung von Kleidungsstücken aus Baumrinde). Hund und Schwein waren die einzigen jungsteinzeitlichen Haustiere.
 
Die palämongoliden Völker, die zwischen 3000 und 2000 v. Chr. in Indonesien siedelten, setzten sich allmählich gegenüber der melanesiden und weddiden Vorbevölkerung durch. Bis heute erhalten sind auch einzelne Kulturzüge der wohl ebenfalls im späten Neolithikum in den malaiischen Archipel gelangten Dongsonkultur, die im 1. Jahrtausend v. Chr. in Südostasien in die Eisenzeit überleitete.
 
Indisierung und islamischen Königreiche:
 
In den ersten Jahrhunderten n. Chr. führten Kaufleute und Priester aus Vorderindien in Indonesien den Kult hinduistischer Gottheiten (besonders Shivas) und den Buddhismus ein. Auf Sumatra, Java und Borneo entstanden kleine, meist hinduistische Königreiche, die auch neue Produktionstechniken (Reisbau und Bewässerungsmethoden) und Verwaltungsverfahren aus Indien übernahmen. Das bedeutendste Staatsgebilde, das sich in der Folge zur indonesischen Vormacht entwickelte, war das im 7. Jahrhundert in Ostsumatra (um das Zentrum Palembang) gegründete Großreich Srivijaya. Im Zuge seiner Expansionspolitik brachte es die wichtigsten Seestraßen Indonesiens, v. a. die Straße von Malakka, unter seine Herrschaft, kontrollierte so die Handelswege zwischen Indien und China und dehnte seine Macht über die meisten Inseln - zeitweise auch über einen Teil Javas - und einen Teil der Malaiischen Halbinsel aus. Unter der seit dem 8. Jahrhundert auf Zentraljava herrschenden Dynastie der Shailendra (»Herren der Berge«), die im Unterschied zu den hinduistischen Lokalfürsten Javas Anhänger des Mahayana-Buddhismus waren, entstanden zahlreiche Kultbauten, darunter der Tempel von Borobudur. Als die Shailendra um 856 aus Java verdrängt wurden (in der Folge übernahmen sie auf Sumatra - aufgrund verwandschaftlicher Beziehungen zur dortigen Dynastie - die Herrschaft über das Reich Srivijaya), verschob sich der politische und wirtschaftliche Schwerpunkt auf Java immer weiter nach Osten. Einheimische Kulturelemente durchdrangen mehr und mehr das indische Kulturgut und überlagerten es. Unter dem javanischen König Erlangga (Airlangga, 1016-42) kam es zu einer Abgrenzung der Interessensphären zwischen Sumatra (Orientierung nach Westen) und Java (nach Osten). Im 13. Jahrhundert entstand in Ostjava - durch Vereinigung mehrerer kleinerer Reiche - das Reich Singhasari, in Westjava das Reich Pajajaran. Ihnen folgte als mächtigstes Reich Majapahit (1293 bis etwa 1520) in Ostjava sowie Mitteljava und Madura; es dehnte seine Macht über den größten Teil des heutigen Indonesien aus, erhielt von fast allen Inseln Tribut, zerschlug 1350 das Königreich Pajajaran und eroberte 1377 Srivijaya. Besonders stark war sein Einfluss auf Bali. Zwei historische Entwicklungen besiegelten den Untergang dieses ausgedehnten Staatsgebildes: der rasche Aufstieg (seit etwa 1400) der Hafenstadt Malakka auf der Malaiischen Halbinsel, die seit dem 12. Jahrhundert von Malaien aus Sumatra kolonisiert wurde, zum führenden Handelszentrum Südostasiens und der besonders von hier aus durch arabische, persische und indische Kaufleute entlang der Handelswege vermittelte Islam, der Ende des 13. Jahrhunderts in Nordsumatra Fuß fasste, wo bereits islamische Siedlungen bestanden hatten, und allmählich ganz Indonesien mit Ausnahme Balis, das den Hinduismus bewahrte, durchdrang. Anfang des 16. Jahrhunderts bekannten sich die meisten javanischen Fürsten zum Islam und gründeten Sultanate: Demak (Ostjava, 1518), Bantam (Westjava, zunächst von Demak erobert, seit 1552 selbstständig) und Mataram (1586). Letzteres wurde 1755 in die Fürstentümer Yogyakarta und Surakarta geteilt.
 
 
Mit der Entdeckung des Seeweges nach Indien (1497/98) stießen auch die Europäer in den südostasiatischen Raum vor, um den bisher von Orientalen unterhaltenen ertragreichen Gewürzhandel zu übernehmen. Damit wurde Indonesien Schauplatz heftigster Konkurrenz- und Machtkämpfe westlicher Kaufleute, gegen deren rücksichtsloses Auftreten sich die einheimischen Machthaber und die dortigen fest eingeführten muslimischen Händler energisch zur Wehr setzten. Nach der Eroberung Malakkas durch die Portugiesen unter A. de Albuquerque (1511) und der Gründung von Handelsniederlassungen auf Nordsumatra, auf Timor und den Molukken (Ternate und Tidore) folgten auch Spanier und Engländer, konnten sich aber nicht gegen die ebenfalls eintreffenden Niederländer behaupten. C. de Houtman, der Leiter der ersten niederländischen Handelsexpedition nach Ostindien (1595-97), errichtete in Bantam (Westjava) einen Stützpunkt. 1602 wurde die niederländische Vereinigte Ostindische Kompanie gegründet, die alle Vollmachten für die Einrichtung neuer und die Übernahme bereits bestehender Handelsfaktoreien erhielt. Durch geschickte Vertragsverhandlungen und Ausnutzung der Rivalitäten unter den einheimischen Fürsten baute v. a. der Generalgouverneur und (1619) Begründer Batavias (heute Jakarta) J. P. Coen die Einflusssphäre der Kompanie aus und legte damit die Grundlage für das niederländische Kolonialreich in Indonesien. 1799 wurde die durch überhöhte Ausgaben, Misswirtschaft und Korruption stark verschuldete Gesellschaft aufgelöst. Ihre Besitzungen übernahm die niederländische Regierung (damals die Regierung der Batavischen Republik). Die Besetzung der Molukken und Javas durch die Briten (1811-16) während der Napoleonischen Kriege sowie die Einsetzung eines neuen britischen Verwaltungs- und Besteuerungssystems blieben Episode (Rückgabe des Archipels an die Niederlande 1816). Im Verlauf des 19. Jahrhunderts festigte sich die niederländische Herrschaft über Indonesien (amtliche Bezeichnung: Niederländisch-Indien), doch kam es immer wieder zu Aufständen einheimischer Fürsten und langen Kriegen (Aceh-Kriege, 1873-1913). Die Kolonialverwaltung ersetzte 1830 die früheren Praktiken von Naturalabgaben und Zwangsarbeit durch ein Kultursystem mit Reglementierungen und Zwangsquoten landwirtschaftlichen Anbaus, das jedoch nach 1870 zugunsten einer Freihandelspolitik aufgegeben wurde, die das Land dem europäischen Kapital und Unternehmertum öffnete. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die »Ethnische Politik« propagiert, nach der das Mutterland die Interessen der autochthonen Bevölkerung und deren Selbstverwaltung fördern wollte.
 
Auf dem Wege zur Unabhängigkeit:
 
Unter dem Eindruck europäischer Ideen, des Aufstiegs Japans zur asiatischen Großmacht und der Oktoberrevolution in Russland entwickelte sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine indonesische Nationalbewegung. 1911 riefen muslimische Kaufleute die »Islamische Händlervereinigung« (»Sarekat Dagang Islam«) ins Leben, aus der (nach ihrem Verbot) 1912 die »Islamische Vereinigung Indonesiens« (»Sarekat Islam Indonesia«) hervorging, die sich zur ersten antikolonialen Massenbewegung des Landes entwickelte. 1920 wurde die »Kommunistische Partei Indonesiens« (»Partai Kominis Indonesia«, Abkürzung PKI) gegründet. Nach dem Niedergang der »Islamischen Vereinigung« und dem Scheitern eines kommunistischen Aufstandes (1926/27) organisierten sich nationalistisch-laizistische Kräfte (A. Sukarno, M. Hatta) in der »Nationalen Partei Indonesiens« (»Partai Nasionalis Indonesia«, Abkürzung PNI, gegründet 1927 von Sukarno). Die niederländische Regierung hatte durch Zugeständnisse (1918 Einsetzung eines »Volksrates« mit wachsenden Kompetenzen in der Verwaltung) und Druckmittel (v. a. Verhaftungen) der Unabhängigkeitsbewegung entgegenzuwirken gesucht.
 
Nach der Verwicklung der Niederlande in den Pazifikkrieg (seit Dezember 1941) besetzten japanische Truppen (Januar-März 1942) Niederländisch-Indien. Während die Kommunisten in den Untergrund gingen, arbeiteten die Kräfte um Sukarno und Hatta mit Japan zusammen und bildeten mit dessen Unterstützung einen »Zentralrat«. Nach dem militärischen Zusammenbruch Japans riefen Sukarno und Hatta am 17. 8. 1945 die unabhängige Republik »Indonesien« aus, Sukarno wurde auf der Basis einer provisorischen Verfassung Staatspräsident.
 
Die neue Republik traf in ihrem Souveränitätsanspruch auf die Niederlande, die ihre Kolonialherrschaft über die indonesische Inselwelt neu errichten wollten. Nach der Landung niederländischer Truppen und dem Ausbruch von Guerillakämpfen erkannten die Niederlande die Regierung der Republik Indonesien »als Macht an, die de facto die Macht über Java, Madura und Sumatra ausübt« (Abkommen von Linggajati, 1946/47). Gleichzeitig vereinbarten beide Vertragspartner die Bildung der »Vereinigten Staaten von Indonesien« im gesamten Bereich des früheren Niederländisch-Indien und die Gründung einer Niederländisch-Indonesischen Union. Neben der de facto unabhängigen Republik Indonesien entstanden unter niederländischem Schutz autonome Staaten (Negara), z. B. Kalimantan (auf Borneo) und East Indonesia (die Inseln östlich von Borneo und Java). Mit zwei militärischen Aktionen (Juli 1947 und Dezember 1948) setzte die niederländische Regierung ihre Föderalisierungspläne auf Kosten der Republik Indonesien weitgehend durch; 1948 schlug sie auf Ostjava (Madiun) einen kommunistischen Aufstand nieder. Militärisch zwar erfolgreich, mussten die Niederlande besonders unter dem Druck der UNO auf der Konferenz von Den Haag (23. 8.-2. 11. 1949) mit Wirkung vom 27. 12. 1949 ihre Souveränität über alle Inseln Niederländisch-Indiens (mit Ausnahme West-Neuguineas) an die »Republik der Vereinigten Staaten von Indonesien« abtreten. Indonesien bildete nun eine Föderation aus 16 Staaten, die mit der niederländischen Krone in Personalunion verbunden war.
 
Die Ära Sukarno
 
: Mit der Anerkennung Indonesiens als unabhängiger Staat durch die Niederlande übernahm Sukarno im Dezember 1949 offiziell als Staatspräsident die Führung des indonesischen Gesamtstaates. Angesichts starker Separationsbestrebungen auf verschiedenen Inseln (besonders auf Sumatra und den Molukken) erhielt das Land im August 1950 eine provisorische Verfassung unitarischen Charakters. 1954 löste Indonesien seine Personalunion mit den Niederlanden, die Regierung nationalisierte alle Plantagen in niederländischem Besitz. Aus den Wahlen zu einer verfassunggebenden Versammlung gingen 1955 die Nationalisten unter Sukarno (PNI), die Kommunisten unter D. N. Aidit (PKI) und die Muslimparteien, v. a. die »Nahdatul Ulama« (»Partei der Religionslehrer«, Abkürzung NU) als stärkste Gruppierungen hervor. Ein stark ausgeprägter Regionalismus und wirtschaftliche Aufbauprobleme, die sich nach der Enteignung niederländischer Unternehmen (1958) noch verstärkten, stellten bei schnell wechselnden Regierungen die Einheit des Landes infrage und lösten 1957 Aufstände v. a. auf Sumatra, Celebes und den Molukken aus, 1958 proklamierten die Aufständischen auf Sumatra (Padang) eine »revolutionäre Regierung der Republik Indonesien«. Unter Führung von General A. H. Nasution schlug die Armee den Aufstand jedoch 1958 nieder.
 
1959 stellte Sukarno die Verfassung von 1945 wieder her und suchte in ihrem Rahmen die Idee der »gelenkten Demokratie« (bereits 1957 verkündet) zu verwirklichen. Gestützt auf einen Ersten Minister (1959-63 R. Hadji Duyanda, 1963-65 S. E. Subandrio), übernahm er die alleinige Regierungsverantwortung. In einem »politischen Manifest« verkündete er als innenpolitisches Ziel die Verwirklichung eines »indonesischen Sozialismus«, dessen Leitgedanken er unter dem Schlagwort »Nasakom« (Kurzwort für Nationalismus, Religion und Kommunismus) zusammenfasste. 1960 löste Sukarno das Parlament auf und schuf eine neue Versammlung, in der nur die ihn unterstützenden politischen Kräfte (PNI, NU und PKI) und das Militär vertreten waren. Den seit 1958 gewachsenen Einfluss der Armee suchte er durch eine immer stärkere Hinwendung zu den Kommunisten auszugleichen, weckte damit aber zugleich das Misstrauen der Armee und der religiösen Kräfte.
 
Außenpolitisch entwickelte sich Indonesien, seit 1950 Mitglied der UNO, auf der Grundlage der Blockfreiheit zu einem führenden Staat der Dritten Welt (Bandungkonferenz 1955). Seit 1959/60 lehnte sich Indonesien immer stärker an China an. Unter dem Druck der UNO und der USA übertrugen die Niederlande nach einer kurzen Zeit unter UNO-Verwaltung (Oktober 1962-Mai 1963) ihre Hoheit über West-Neuguinea (heute Irian Jaya) auf Indonesien. Nach der Entstehung der Föderation Malaysia (1963) suchte Präsident Sukarno mit militärischen Aktionen und diplomatischem Druck (Austritt aus der UNO 1965) diesen neuen Staat zu zerschlagen und Teile seines Territoriums Indonesien einzugliedern.
 
Die Ära Suharto
 
: Der am 30. 9. 1965 unternommene Putschversuch einer Gruppe von Offizieren, die in Verbindung mit Führern der PKI standen, wurde bis zum 1. 10. 1965 von Truppen unter General Suharto niedergeschlagen; bei der unter Beteiligung fanatisierter Moslems folgenden blutigen Verfolgung der Kommunisten (1966 Verbot der PKI) und der chinesischen Minderheit verloren etwa 700 000 Menschen ihr Leben. Tausende von Menschen wurden (noch bis Ende der 70er-Jahre) ohne Gerichtsurteil inhaftiert. Nach der allmählichen Entmachtung Sukarnos, der während des Putsches eine unklare Haltung eingenommen hatte, wählte der wieder einberufene Volkskongress 1968 Suharto zum Staatspräsidenten. Mithilfe des Militärs, das sich zu einem entscheidenden Machtfaktor im Staat entwickelt hatte, errichtete dieser ein stark auf seine Person zugeschnittenes Herrschaftssystem. Bei den Parlamentswahlen seit 1971 (zuletzt 1997) gewann die Suharto unterstützende »Golkar« die weitaus größte Zahl von Mandaten (durch ernannte Abgeordnete besonders aus dem Bereich des Militärs noch verstärkt). Mit ausländischer Finanzhilfe suchte die indonesische Regierung im Rahmen von Fünfjahrplänen (Repelita, seit 1969) die Wirtschaft zu entwickeln. Die »Entwicklungsdiktatur« Suhartos erbrachte zwar wirtschaftliche Erfolge, wurde jedoch in erheblichem Maße von Nepotismus und Korruption geprägt.
 
Am 7. 12. 1975 begannen indonesische Truppen mit der Besetzung des ehemaligen portugiesischen Teils von Timor (Ost-Timor), der gegen den Widerstand der dortigen Guerillabewegung (v. a. FRETILIN) 1976 als 27. Provinz angegliedert wurde (nach Schätzungen forderte die Militäraktion und ihre Folgen etwa 200 000 Tote). Die (international nicht anerkannte) Annexion führte immer wieder zu schweren Unruhen unter der Bevölkerung Ost-Timors und zu blutigen Auseinandersetzungen mit indonesischem Militär (u. a. 1991 in Dili).
 
In der Außenpolitik beendete Indonesien 1966 seine Konfrontationspolitik gegenüber Malaysia und nahm auch seinen Sitz in der UNO wieder ein. 1967 beteiligte es sich an der Gründung der ASEAN und schloss sich 1989 der APEC an. Im Rahmen der Bewegung der blockfreien Staaten betrieb Indonesien bisher eine eher den Industriestaaten Westeuropas und den USA zugeneigte Politik. Mit Australien schloss Indonesien im Dezember 1995 ein Sicherheitsabkommen.
 
Innenpolitisch schränkte Suharto die Tätigkeit der Opposition sehr stark ein; neben der Regierungspartei »Golkar« konnten lediglich die Partai Persatuan Pembangunan (PPP) und die Partai Demokrasi Indonesia (PDI) legal wirken. Nach der von Regierungs-Kreisen im Juni 1996 veranlassten Absetzung der Vorsitzenden der PDI, der für Reformen eintretenden Politikerin Megawati Sukarnoputri (Tochter Sukarnos), kam es im Gefolge der Erstürmung der von ihren Anhängern besetzten PDI-Zentrale durch die Polizei Ende Juli 1996 zu schweren Unruhen in der Hauptstadt Jakarta (Verhaftung zahlreicher Oppositioneller).
 
Schon in der »Erklärung vom 1. Juli« (1996) hatten Militärs, Politiker und Intellektuelle aller Religionen die Amtsführung Suhartos kritisiert, der dennoch 1998 wieder gewählt wurde. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rezession in Asien traten die inneren Konflikte offen zutage; in zum Teil gewalttätigen Demonstrationen protestierten seit 1996 viele Indonesier gegen zunehmende Armut, soziale Benachteiligung und politische Entrechtung. Die sich 1998 v. a. unter der Beteiligung von Studenten verstärkenden Proteste, die von schweren Ausschreitungen begleitet waren, zwangen Präsident Suharto nach mehr als dreißigjähriger Herrschaft am 21. 5. 1998 zum Rücktritt. Nachfolger wurde sein Vertrauter und vorheriger Vizepräsident B. J. Habibie, der trotz anhaltender Unruhen eine vorsichtige Reformpolitik einleitete. Aus der Parlamentswahl vom 7. 6. 1999, der ersten freien Wahl seit 1955 in Indonesien, ging die oppositionelle »Demokratische Partei Indonesiens-Kampf« unter Megawati Sukarnoputri als stärkste Kraft hervor; die bisher regierende Golkar wurde zweitstärkste Partei.
 
Für Osttimor vereinbarten Indonesien und Portugal (als ehemalige Kolonialmacht des Gebiets) nach langjährigen Verhandlungen im Mai 1999 die Durchführung eines Referendums unter der osttimorischen Bevölkerung über die Zukunft ihres Territoriums. Nach der unter Kontrolle der UNO durchgeführten Volksabstimmung vom 30. 8. 1999 mit einem deutlichen Votum für die Unabhängigkeit Osttimors überzogen proindonesische Milizen mit Unterstützung von Armee und Polizei die Inselhälfte mit einer Welle blutigen Terrors und der Zerstörung, was zum Eingreifen einer multinationalen Friedenstruppe führte. Als Australien den Oberbefehl über diese übernahm, kündigte Indonesien am 16. 9. 1999 das mit diesem 1995 geschlossene Sicherheitsabkommen. Im Oktober 1999 annullierte der Beratende Volkskongress Indonesiens die Annexion Osttimors, das zur Vorbereitung seiner Unabhängigkeit (für den 20. 5. 2002 vorgesehen) unter eine UN-Übergangsverwaltung kam. Daraufhin stellte Portugal die 1976 abgebrochenen diplomatischen Beziehungen zu Indonesien im Dezember 1999 wieder voll her.
 
Am 20. 10. 1999 wählte das Parlament den islamischen Gelehrten Abdurrahman Wahid zum Staatspräsidenten; Vizepräsidentin wurde Megawati Sukarnoputri. In dem von Wahid am 29. 10. 1999 gebildeten Kabinett der Nationalen Einheit übernahm erstmals seit den 1950er-Jahren ein Zivilist das Amt des Verteidigungsministers; jedoch sicherte sich der Amtsvorgänger General Wiranto zunächst die einflussreiche Position eines Koordinierenden Minister für Politik und Sicherheit, die er (verantwortlich gemacht für den Terror auf Osttimor) aber im Februar 2000 unter dem Druck von Staatspräsident Wahid abgeben musste. Der sich verstärkenden Kritik an seiner Amtsführung (unsteter Politikstil, kaum Fortschritte bei der Eindämmung der das Land erschütternden ethnisch-religiösen Konflikte) begegnete der schwer kranke Präsident Wahid im August 2000 mit der Abgabe eines Teils seiner Kompetenzen an Vizepräsidentin Megawati Sukarnoputri und einer teilweisen Regierungsumbildung.
 
Seit Februar 2001 führten Versuche des Parlaments, gegen den inzwischen unter Korruptionsvorwürfen stehenden Wahid ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten, zu massiven Protesten seiner Anhänger. Um seiner Absetzung zuvorzukommen, versuchte Wahid schließlich in der Nacht vom 22. zum 23. 7. 2001 das Parlament aufzulösen und rief den Notstand aus, was er mit einer angeblichen Verschwörung gegen ihn und dem drohenden Zerfall der Republik begründete. Nachdem das Oberste Gericht diesen Schritt als verfassungswidrig bezeichnet hatte, enthob der Beratende Volkskongress Wahid am 23. 7. 2001 seines Amtes und wählte seine bisherige Stellvertreterin Megawati Sukarnoputri zur neuen Staatspräsidentin. Wahid reiste in die USA aus. Am 26. 7. 2001 nominierte der Beratende Volkskongress nach drei Wahlgängen Hamzah Haz zum Vizepräsidenten (Vorsitzender der muslimischen Vereinten Entwicklungspartei; Wohlfahrtsminister in der vorherigen Regierung). Anfang August 2001 verfügte Präsidentin Megawati Sukarnoputri die Einsetzung eines Tribunals zur strafrechtlichen Verfolgung von Gräueltaten der Sicherheitskräfte und Milizen in Osttimor; am 9. 8. 2001 stellte sie ihr dreißigköpfiges neues Regierungskabinett vor. Gegen die amerikanische Militäraktion in Afghanistan im Rahmen des von den USA eingeleiteten »Feldzuges« gegen den Terrorismus richteten sich v. a. im Oktober 2001 heftige Proteste islamistischer Kräfte in Indonesien.
 
Gefährdungen für die innere Stabilität Indonesiens erwuchsen v. a. aus den sich verschärfenden ethnisch-religiösen Konflikten (besonders die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Moslems auf den Molukken, die jahrelangen schweren Ausschreitungen auf Borneo zwischen den ansässigen Dayak sowie den Zuwanderern aus Madura, die zum Teil 2001 unter brutalen Umständen vertrieben wurden oder flohen, und die Kämpfe zwischen den Papua und javanischen Einwanderern in Irian Jaya); darüber hinaus verstärkten sich die Sezessionsbestrebungen einzelner Regionen (nach brutalen Übergriffen der Armee 1999 Wiederaufleben in Aceh, einseitige Unabhängigkeitserklärung Irian Jayas 2000).
 
 
Allgemeines:
 
I., bearb. v. W. Imber u. a. (Bern 1973);
 
I. Geographie, Gesch., Kultur, Religion, Staat, Gesellschaft, Bildungswesen, Politik, Wirtschaft, hg. v. H. Kötter u. a. (1979);
 R. Siebert: 5mal I. (1987);
 M. R. Vatikiotis: Indonesian politics under Suharto. Order, development and pressure for change (London 1996).
 
Landesnatur und Bevölkerung:
 
W. Stöhr u. P. Zoetmulder: Die Religionen I.s (1965);
 
W. Stöhr: Die altindones. Religionen (Leiden 1976);
 
H. Dequin: I. Zehn Jahre danach. Agrarwirtschaft u. Industrie in der Regionalentwicklung einer trop. Inselwelt (1978);
 
W. Röll: I. Entwicklungsprobleme einer trop. Inselwelt (21981);
 
W. Rutz: Die Städte I.s (1985);
 
The Indonesian city, hg. v. P. J. M. Nas (Dordrecht 1986);
 
M. Ziemek: Pesantren. Traditionelle islam. Bildung u. sozialer Wandel in I. (1986).
 
 
H. R. van Heekeren: The Bronze-Iron Age of Indonesia (Den Haag 1958);
 
H. R. van Heekeren: The Stone Age of Indonesia (ebd. 21972);
 
B. H. M. Vlekke: Nusantara. A history of Indonesia (ebd. 61965);
 
A. G. Zainu'ddin: A short history of Indonesia (Neuausg. New York 1970);
 
F. H. van Naerssen u. R. C. de Iongh: The economic and administrative history of early Indonesia (Leiden 1972);
 
B. Dahm: I. Gesch. eines Entwicklungslandes, 1945-1971 (ebd. 1978);
 
H. D. Kubitschek u. Indonesien Wessel: Gesch. I.s. Vom Altertum bis zur Gegenwart (Berlin-Ost 1981);
 
M. C. Ricklefs: A history of modern Indonesia since C. 1300 (Neuausg. Basingstoke 21993);
 
Democracy in Indonesia. 1950s and 1990s, hg. v. D. Bourchier u. a. (Clayton 1994);
 
D. E. Ramage: Politics in Indonesia. Democracy, Islam and the ideology of toerance (London 1995, Nachdr. ebd. 1996);
 
R. Cribb u. C. Brown: Modern Indonesia. A history since 1945 (Harlow 1996).
 
Hier finden Sie in Überblicksartikeln weiterführende Informationen:
 
Kolonialismus: Die großen Kolonialreiche
 
Südostasien: Die Folgen des Zweiten Weltkriegs
 

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In|do|ne|si|en; -s: Inselstaat in Südostasien.

Universal-Lexikon. 2012.

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